Besuch bei W2 Wärmeprozesstechnik mit Verkehrsminister Winfried Hermann

Am 4. März 2021 habe ich mit Verkehrsminister Winfried Hermann die Firma W2 Wärmeprozesstechnik in Renningen besucht. Joachim Wünning forscht daran, wie aus Biogas gewonnener Wasserstoff für die Mobiliät zukunftsfähig gemacht werden kann. Die Technologie hat mich bei meinem Besuch im letzten Jahr schon schwer beeindruckt und von daher war es mir ein großes Anliegen, dass Thema bei unserem grünen Verkehrsminister zu platzieren.

Ab Mai wird im Zollernalbkreis im Netz des landeseigenen Verkehrsunternehmens Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG (SWEG) ein mit Wasserstoff betriebener Zug den Testlauf starten. Er fährt dann auf den Schienen zwischen Hechingen, Gammertingen und Sigmaringen. Wasserstoff als klimafreundliche Alternative zum Dieselzug? „Es bewegt sich was“, sagte Winfried Hermann, der zuvor nichts von Wünnings Forschungen in der Renninger Dornierstraße wusste. „Ich kann Ihnen Kontakte zur SWEG vermitteln“, sagte er und tauchte mit dem Unternehmer in Fachgespräche ein.

Joachim Wünning war natürlich hoch erfreut, dass er seine Netzwerke nun weiter ausbauen kann. „Wenn man künftig in der Region Wasserstoff-Busse einsetzen würde, könnte man unsere Anlagen strategisch gut dort aufstellen, wo bereits Biogasanlagen existieren. Das wäre auch eine regionale Wertschätzung“, sagte er und ließ seine Gedanken schon in die Zukunft schweifen. Für Wünning ist die Erzeugung von „Grünem Wasserstoff“ bislang ein reines Hobby. Sein Geld verdienen er und sein Geschäftspartner Martin Schönfelder mit energiesparenden und schadstoffarmen Brennersystemen für Industrieöfen. Die Firma WS Wärmeprozesstechnik hatten deren Väter 1982 gegründet.

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