Land fördert Wohnkonzepte im Kreis Böblingen mit über 180.000 Euro

Flächenverbrauch reduzieren und Ortskerne attraktiv halten: Diese Ziele verfolgt die grün-schwarze Landesregierung mit ihrer Strategie zum innerörtlichen Städtebau. Die Landtagsabgeordneten Thekla Walker (Grüne – Böblingen), Sabine Kurtz (CDU – Leonberg), Matthias Miller (CDU – Böblingen) und Peter Seimer (Grüne – Leonberg) freuen sich, dass mehrere Kommunen im Kreis beim Förderprogramm zur Innenentwicklung zum Zuge kommen:

Die Gemeinde Ehningen erhält für ihr Strategiekonzept zur Innenentwicklung 22.816 Euro. Gärtringen wird mit 41.046 Euro gefördert. Magstadt erhält 24.459 Euro und Schönaich profitiert von 37.479 Euro. 

In Herrenberg nimmt ein kommunaler Flächenmanager seine Arbeit auf, dafür erhält die Stadt 58.895 Euro. Kommunale Flächenmanager kümmern sich darum, die verschiedenen Akteure vor Ort miteinander ins Gespräch zu bringen. Das Ziel ist, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Die Förderung ist als Anschubfinanzierung gedacht. 

Im Rahmen des Förderprogramms „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ werden nach Angaben des neu geschaffenen Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen innovative Konzepte, städtebauliche Entwürfe, Bürgerbeteiligungen und die kommunalen Flächenmanager gefördert. „Im Grunde geht es darum, Lösungen zu finden, wie Baulücken und Brachflächen bebaut werden können, damit darauf dringend benötigte Wohnungen entstehen“, teilen die vier Abgeordneten mit. „Wohnraum ist ein knappes Gut. Bei der Innenentwicklung von Städten und Gemeinden soll bezahlbarer Wohnraum in erster Linie durch bereits vorhandene Flächen gedeckt werden. Es geht darum, innovative Ideen zu entwickeln und die vorhandenen Flächenpotenziale besser zu nutzen.“ 

Insgesamt fördert das Land 2021 im Rahmen des Programms 29 Projekte mit etwa 950 000 Euro. Ziel sei es insbesondere, Akteure vor Ort zu vernetzen, um gemeinsame Lösungen für den hohen Bedarf nach Wohnraum zu finden. Das Förderprogramm richtet sich an alle Städte, Gemeinden, Gemeindeverwaltungsverbände, Landkreise und Zweckverbände in Baden-Württemberg. 

„In Zeiten des Wohnraummangels sind mutige Strategien und neue Ansätze für mehr bezahlbare Wohnungen gefragt. Dazu müssen alle an einem Strang ziehen – von der Landesregierung über kleine und große Kommunen bis zu engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Hier greift das Landesprogramm, das innovative Ideen zur Optimierung von ungenutztem Wohnraum in Ortskernen fördert. Etwa dort, wo Flächen brachliegen, wo es noch Platz zwischen einzelnen Häusern gibt oder wo Gebäude gut in die Höhe ausgebaut werden können“, so die Abgeordneten.

Und weiter: „Unser Grundsatz lautet weiterhin ‚innen vor außen‘. Geschosswohnungen können dazu einen Beitrag leisten. Klar ist: Gegen Wohnungsknappheit gibt es keine einfache Patentlösung – aber allerorts kluge Ideen.“ Wichtig sei daher, den Austausch innerhalb der Städte und Gemeinden zu gestalten und sinnvolle Vorschläge zu unterstützen – für neue Wohnungen, lebendige Ortskerne mit erfolgreichem Gewerbe, guter Nahversorgung, Verkehrsanbindung und Raum für Begegnungen.