Land stellt Kommunen große Summen zum Bau von Unterbringungsmöglichkeiten für Geflüchtete bereit

Das Land stellt einen hohen zweistelligen Millionenbetrag für die Kommunen bereit, um sie beim Bau von Unterkünften für Flüchtlinge finanziell zu unterstützen. Der Landtagsabgeordnete Peter Seimer (Grüne) freut sich darüber, dass das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen ein entsprechendes Förderprogramm zur Errichtung von neuen Wohnungen zur Anschlussunterbringung auf den Weg gebracht hat. Davon können auch die Städte und Gemeinden im Landkreis Calw profitieren: Ab 15. September können sie sich bei der L-Bank um die Landezuschüsse bewerben.

„Städte, Gemeinden und Landkreise können sich bei der Aufnahme von Flüchtlingen auf die Unterstützung des Landes verlassen. Ein Zuschuss in Höhe von 80 Millionen Euro wird bereitgestellt. Dadurch können zahlreiche neue Häuser, Wohnungen oder Modulbauten errichtet oder saniert werden, um für die zahlreichen betroffenen Menschen ein Dach über dem Kopf zu bieten. Denn wir wissen: Vor Ort wird Wohnraum immer knapper. Das Förderprogramm bietet nun eine Grundlage für neue Unterbringungsmöglichkeiten“, sagt der Landtagsabgeordneten Peter Seimer.

Die Förderung beträgt 1.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Falls das Gebäude aus vorgefertigten modularen Bauteilen zusammengesetzt wird, liegt der Zuschuss bei 825 Euro. Das Geld fließt auch dann, wenn Kommunen neuen Wohnraum erwerben oder durch Baumaßnahmen an bereits bestehenden Gebäuden neue Wohnungen entstehen.

 „Wichtig ist uns, dass das Förderprogramm eine hohe Verlässlichkeit und Verbindlichkeit bietet“, erläutert der Landtagsabgeordnete. Und weiter: „So ist eine zehnjährige Zweckbindungsfrist und eine zwanzigjährige Haltedauer vorgesehen, um für die geflüchteten Menschen Wohnungen, Häuser und Systembau zur dauerhaften Nutzung auch über die nächsten Jahre zu gewährleisten.

Weit mehr als Hunderttausend ukrainische Flüchtlinge sind bis Ende August nach Angaben des Ministeriums für Justiz und Migration in Baden-Württemberg erfasst worden.