Am 4. März waren auf Einladung des NABU Bezirk Gäu-Nordschwarzwald Peter und Thekla auf einer Tour de Landkreis unterwegs.
Die Einladung vom Bezirk Gäu-Nordschwarzwald kam spontan beim letzten gemeinsamen naturschutzpolitischen Austausch zustande. Der Hintergrund ist, positive Beispiele von gelebtem Naturschutz zu zeigen.
(Bild Steinbruch/ Mariendistel)
Die Tour begann am Mühlberg in Malmsheim, einem ehemaligen Steinbruch, der als Erddeponie verfüllt wurde. Der NABU Renningen-Malmsheim hat hier eine Felswand mit Gewässer geschaffen und somit vor der vollständigen Verschüttung gerettet. Entstanden ist ein lebendiger Ort für Insekten, Vögel, Reptilien und zahlreiche Pflanzen wie die Mariendistel. Die Samen der Mariendistel bieten vielen Vögeln Futter.
(Bild Wildbienen Fläche)
Danach ging es weiter zu einer Wildbienen-Fläche an der Ostelsheimer Steige in Weil der Stadt. Dort hat der NABU Weil der Stadt eine nicht mehr benötigte Fläche entsiegelt und eine Wildbienenfläche angelegt. Gemeinsam mit der Stadt wurde das Projekt vor rund fünf Jahren umgesetzt.
Als dritte und letzte Station wurde das Maurener Tal in Holzgerlingen angefahren. Auf dieser Feuchtfläche betreut der NABU Sindelfingen-Böblingen gemeinsam mit dem NABU Gärtringen-Herrenberg-Nufringen eine Kiebitz-Population.
Seit zehn Jahren arbeiten der NABU und die Gemeinde daran, dem Zugvogel einen geeigneten Schutzraum zu schaffen. Der Kiebitz ist eine sogenannte "Schirmart". Das heißt, wenn er sich ansiedelt, siedeln sich auch weitere gefährdete Arten an.
Für alle Beteiligten war es beeindruckend zu sehen, mit wie viel Herzblut die Ehrenamtlichen Vorort sich für die Natur einsetzen. Auf weitere gemeinsame Aktionen mit den NaturschützerInnen in der nächsten Legislatur freuen sich Peter und Thekla.